Feinultraschall

Der Feinultraschall ist ein gezielter Ultraschall bei Verdacht auf fetale Fehlbildungen, Entwicklungs- und Chromosomenstörungen.

Folgende Gründe können zu einer Überweisung für diese Untersuchung führen, die von qualifizierten Untersuchern (meist DEGUM II) durchgeführt wird:

  • Risikoschwangerschaften (z.B. Bluthochdruck in der Schwangerschaft, Diabetes, Übergewicht
  • Patientinnen über 35 Jahren
  • Probleme in vorangegangenen Schwangerschaften
  • Vererbbare Erkrankungen der Schwangeren, ihres Partners oder in deren Familien
  • Im Screening Ultraschall vermutete Besonderheiten
  • Erkrankungen der Schwangeren
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten
  • Mehrlingsschwangerschaften
Praxis-Pränatal-Susanna Hellmeister, Feinultraschall-Rippen 3D Praxis-Pränatal-Susanna Hellmeister, Feinultraschall-Weibliches Genital, 3 D Praxis-Pränatal-Susanna Hellmeister, Feinultraschall-Männliches Genital, 3 D
Rippen weibliches Genital männliches Genital

 

Die meisten Kinder werden Gesund geboren, sodass auch die meisten Untersuchungen keine Auffälligkeiten ergeben, was zum Abbau von Ängsten und zu einem ungestörten Schwangerschaftsverlauf beitragen kann.

Gibt es Auffälligkeiten, dann können Gefährdungen des ungeborenen Kindes frühzeitig erkannt werden und es kann eventuell hilfreich eingegriffen werden, beispielsweise durch Gabe von Medikamenten an die Mutter, die dann dem Kind helfen. Die Eltern können in der richtigen Geburtsklinik vorgestellt werden, in der Kinderärzte sich mit dem Problem des Kindes befassen.

Praxis-Pränatal-Susanna Hellmeister, Feinultraschall-kindliches Profil Praxis-Pränatal-Susanna Hellmeister, Feinultraschall-Hände 3 D Praxis-Pränatal-Susanna Hellmeister, Feinultraschall-Füße 3 D
Profil Hände Füße

 

Feindiagnostik in der 19. - 22. Schwangerschaftswoche

Die sogenannte „Feindiagnostik“ wird üblicherweise in der 19. - 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dies ist der optimale Zeitpunkt, an dem die Untersuchung stattfinden sollte. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Organe des Kindes weitgehend ausgebildet und groß genug, um sie zu beurteilen. Zudem liegt in der Regel eine ausreichende Fruchtwassermenge vor. Das Kind ist aber noch beweglich genug um es von allen Seiten betrachten zu können.

Eine Feindiagnostik, die im ersten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt wurde, wird durch eine zweite Untersuchung in der 19. - 22. Schwangerschaftswoche ergänzt. Diese Untersuchung dient dazu eine Vielzahl von kindlichen Erkrankungen mit großer Sicherheit auszuschließen. Neben den im Screening üblichen Untersuchungen wird jetzt zusätzlich durch die Beurteilung der Körpersilhouette, des Aufbaus und der Funktion der inneren Organe, der Extremitäten u.a. explizit nach Fehlbildungen gesucht.

Grenzen dieser Untersuchung

Trotz guter Gerätequalität, großer Sorgfalt und Erfahrung des Untersuchers ist die Aussagefähigkeit der Ultraschalldiagnostik sehr von den Untersuchungsbedingungen abhängig und nicht alle Fehlbildungen, Veränderungen oder Erkrankungen können grundsätzlich erkannt werden.

Manche Organe unterliegen auch einer Dynamik, d.h. Fehlbildungen können erst nach der 22. Schwangerschaftswoche erkannt werden (Nieren, manche Gehirnanomalien, Herz- und Skelettfehlbildungen). Die Untersuchungsbedingungen können dadurch erschwert sein, dass die Fruchtwassermenge gering ist, das Kind ungünstig liegt oder die Bauchdecke der Schwangeren die Ultraschallqualität mindert. Diese Faktoren können die Beurteilbarkeit des Babys einschränken.

Wirbelsäule Wirbelsäule Unterschenkel

 

Nachfolgende Untersuchungsmöglichkeiten

Chromosomenstörungen wie z.B. eine Trisomie 21 (Down-Syndrom), Stoffwechselerkrankungen oder Intelligenzdefekte können mit Ultraschall nicht 100 % erkannt oder ausgeschlossen werden. Werden bei der Feindiagnostik Hinweiszeichen (Marker) auf eine Chromosomenstörung gefunden, wird die Bedeutung dieser Befunde erklärt und die invasive Diagnostik (z.B. Fruchtwasseruntersuchung) angeboten.

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19. bis 22. Schwanger-schaftswoche

Aufklärung

zur Freindiagnostik
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