Feinultraschall

Ihnen wurde eine Ultraschall- oder Farbdoppleruntersuchung angeboten, um einige mögliche Erkrankungen oder Fehlbildungen des Fötus auszuschließen. Vor der Untersuchung wird die Ärztin mit Ihnen über die Durchführung der geplanten Maßnahme, aber auch über ihren Sinn und mögliche Folgen des Befundes sprechen. Die folgende Aufklärung soll helfen, das Gespräch vorzubereiten und die wichtigsten Punkte zu dokumentieren.

Warum erfolgt die Untersuchung?

Die Ultraschalluntersuchung gehört zu den grundlegenden Überwachungsmaßnahmen der Schwangerschaft. Sie ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe vor allem die Gebärmutter und das darin befindliche Kind bildlich dargestellt werden können. Abhängig vom Schwangerschaftsstadium kontrolliert der Arzt einerseits die Schwangerschaft (z.B. hinsichtlich Entwicklung des Mutterkuchens, vorhandener Fruchtwassermenge, Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaften, Lage des Kindes), andererseits die zunehmenden Entwicklungsstufen des ungeborenen Kindes (z.B. altersgerechtes Wachstum, Entwicklung des Skeletts und der inneren Organe, mögliche Fehlbildungen).

Die Farbdoppleruntersuchung ist eine spezielle Ultraschallmethode, mit deren Hilfe die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen der Gebärmutter sowie in kindlichen Gefäßen und Organen gemessen wird. Aus den gewonnenen Daten können Rückschlüsse auf die ausreichende Versorgung des Kindes mit Nährstoffen und Sauerstoff, sowie auf Herz- und Kreislauffunktion gezogen werden.

Profil 23. SSW Doppler Wirbelsäule 23. SSW

Wo liegen die Grenzen?

Auch bei fachlicher kompetenter, sorgfältiger Durchführung der Ultraschalluntersuchung mit qualitativ hochwertigen Geräten lassen sich mit dieser Methode nicht sämtliche denkbaren Fehlbildungen beim Kind feststellen oder ausschließen.

Insbesondere bei erschwerten Bedingungen (z.B. ungünstige Kindslage, vermindertes Fruchtwasser, Übergewicht der Mutter) ist es möglich, dass unter Umständen gewisse Fehlbildungen wie z.B. bestimmte Herzfehler unerkannt bleiben. Außerdem kann man nicht alle möglichen Fehlbildungen mit der gleichen Genauigkeit bzw. zum selben Zeitpunkt in der Schwangerschaft feststellen, denn manche dieser Fehlbildungen werden erst während des kindlichen Wachstums erkennbar.

Bei der Ultraschalluntersuchung werden mögliche Fehlbildungen bei Ihrem Kind erkannt. Wenn Sie dies nicht möchten, haben Sie ein Recht auf „Nicht-Wissen“ und können die Untersuchung ablehnen.

Auch Chromosomenanomalien (wie z.B. Trisomie 21) sind grundsätzlich mit der Ultraschalluntersuchung alleine nicht diagnostizierbar, obschon sie in gewissen Fällen einige Hinweise gibt. Für die sichere Diagnose von Chromosomenanomalien ist ein Begriff wie die Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder die Chorionzottenbiopsie notwendig. Solche Maßnahmen bedürfen aber einer gesonderten Aufklärung.

Ist mit Risiken zu rechnen?

Nach dem heutigen Stand des Wissens besteht durch die 2D/3D Ultraschall- Farbdoppleruntersuchung auch bei mehrfach wiederholter Anwendung keinerlei schädigende Auswirkungen oder medizinische Gefahr für Sie oder Ihr Kind.

Farbdoppler-untersuchung

auch bei mehrfacher Anwendung keinerlei schädigende Auswirkungen

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