Stanzbiopsie der Brust

Wenn bei Ihnen, mittels Ultraschall, eine nachweisbare Veränderung an der Brust festgestellt wurde, kann nur eine Gewebeprobe aus dem entsprechenden Bereich klären, ob es sich bei dem Befund gutartige oder auch bösartige Veränderung handelt.
Um eine möglicherweise bösartige Veränderung mit größtmöglicher Sicherheit auszuschließen oder frühzeitig zu erkennen, empfehlen wir Ihnen die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) unter Ultraschallkontrolle. Es handelt sich um den geringsten und wenig belastenden Eingriff zur Abklärung einer Veränderung an der Brust.

Stanzbiopsie

Was geschieht bei der Stanzbiopsie?

Zunächst erfolgt eine örtliche Betäubung in unmittelbarer Nähe der Veränderung, über einen winzigen Hautschnitt wird eine Führungsnadel in den zu untersuchenden Bereich der Brust eingeführt. Durch diesen einzigen Einstich können nun per Stanzbiopsienadel ca. 3 - 5 Gewebeproben unter Ultraschallkontrolle entnommen werden. Abschließend wird ein Druckverband angelegt.

Üblicherweise liegt das feingewebliche Ergebnis der Gewebeprobe nach 1 - 2 Arbeitstagen vor. Ist der Befund gutartig und stimmt er mit der Verdachtsdiagnose überein, so bedarf es meist keiner weiteren Behandlung.
Ist der Befund bösartig, werden wir die weiteren Behandlungsschritte eingehend mit Ihnen besprechen.

Folgende Komplikationen können selten auftreten:

In wenigen Fällen muss der Eingriff aufgrund technischer Probleme (z.B. Blutung) unterbrochen oder auch abgebrochen werden.

  • Blutergüsse (Hämatome) und leichtere Blutungen an der Einstichstelle oder im Bereich der Gewebeprobe. Stärkere Blutungen, welche eine Operation notwendig machen, sind sehr selten. Üblicherweise genügt ein fester Druckverband und Kühlung.
  • Infektionen, Wundheilungsstörungen, übermäßige Narbenbildungen sind sehr selten
  • Allergische Reaktionen auf das örtliche Betäubungsmittel treten gleichfalls sehr selten auf
  • Befund wird verfehlt (extrem selten)

Fragen zur Krankheitsvorgeschichte:

Bitte beantworten Sie folgende Fragen sorgfältig und informieren Sie Ihren behandelnden Arzt umgehend vor dem Eingriff falls Sie eine der folgenden Fragen mit «JA » beantwortet haben. Wir können damit möglichen Risiken besser vorbeugen.

  • Nehmen Sie regelmäßig blutverdünnende, gerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar®, Heparin) oder Schmerzmittel (z.B. Aspirin®, ASS®) ein?
  • Leiden Sie an einer Allergie (z.B. Heuschnupfen) oder bekannten Überempfindlichkeit gegenüber örtlichen Betäubungsmitteln, Pflaster, Latex, Medikamenten oder Nahtmaterial?
  • Leiden Sie an erhöhter Blutungsneigung, Bluthochdruck, schwerer Herzerkrankung oder Diabetes?
  • Neigen Sie zu Wundheilungsstörungen oder verstärkter Narbenbildung?

Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie unter Ultraschallkontrolle)

Nach dem Eingriff sollten Sie unbedingt beachten:

  • Druck mit der Hand auf die Stelle der Gewebeentnahme für 15-20 Minuten.
  • Belassung des Verbandes für mindestens 24 Stunden.
  • Vermeidung körperlicher Anstrengungen (Sport, Haushalt, Beruf) für 24 Stunden.

Aufgrund der möglichen Einwirkung der örtlichen Betäubungsmittel auf Kreislauf und Konzentrationsfähigkeit sollten Sie wenn möglich während der ersten 4 Stunden nach dem Eingriff nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Falls eine Blutung oder Schwellung, Schmerzen, Übelkeit, Kreislaufreaktionen, Fieber über 38,5°C oder sonstige Störungen des Allgemeinbefindens nach dem Eingriff auftreten sollten, bitten wir um umgehende Verständigung.

Die Kontrolle sollte durch uns oder Ihren Frauenarzt/-ärztin stattfinden.

Stanzbiopsie

bedeutet die Entnahme einer Gewebeprobe unter Ultraschallkontrolle

Weitere Informationen

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